Freitag, 3. August 2012

Eltern-Kind-Blogparade, August 2012 (Nr. 19)


Neuer Monat, neue Aufgabe der Eltern-Kind-Blogparade der Fraumama! Die nun schon 19. Aufgabe innerhalb dieser Parade und ich bin Stolz, keine Einzige verpasst zu haben. Auch weiterhin werde ich mir viel Mühe geben, dass es bei dieser positiven Bilanz bleibt.

Die 19. Aufgabe lässt mich wieder zurückblicken, zurück in eine Zeit, die wunderschön war und die ich mit allen Höhen und Tiefen genossen habe.



Die Fraumama möchte nämlich wissen, wie es bei uns um das Thema Outing stand bzw. steht, wie wir es mit den Geschlechtswünschen und Vorstellungen gehandhabt haben und wie wir damit umgegangen sind, als die Tatsachen auf dem Tisch lagen.




Bei uns war es so, dass wir von Beginn an wussten, dass wir uns sagen lassen welches Geschlecht das Baby trägt. Natürlich gab es dazu Vorlieben. Die Mama wollte eine Prinzessin und der Papa einen Feuerwehrmann Was herauskam war eine Feuerwehrfrau!

In der 1. Schwangerschaft erfuhren wir das Geschlecht so um die 20. Schwangerschaftswoche. Vorher hat man sich nicht outen und sich auf die zeichnenden Teile schauen lassen wollen.
Als es dann ausgesprochen war, freute ich mich natürlich riesig und der Papa, der freute sich auch, sagte man uns doch auch, dass alles in Ordnung sei und alles Altersgerecht entwickelt sei und das ist ja wohl die Hauptsache.

Dennoch war er ein wenig traurig und fragte sich, wer ihm denn nun jetzt beim Schrauben sortieren und beim Akkuschrauben helfen wird, da wusste er aber auch noch nicht, dass Mädchen in der Regel Papakinder und Jungen eben oft Mamakinder sind und das hat sich bei uns voll bestätigt. Irgendwie scheint die kleine Dame aber die Ansage des Papas vernommen zu haben, denn in ihren Aktivitäten ist sie dann doch eher handwerklich angelegt und weniger feminin. Aber ab und an keimt ein kleiner Hoffnungsschimmer auf, so auch an dem Tag, als sie sich einen Schminktisch wünschte. Den bekam sie dann auch gleich und der wird noch immer aktiv genutzt - wenn auch inzwischen mehr vom Sohnemann, unserem Kind Nr. 2. Manchmal denke ich, hier herrscht verkehrte Welt, denn entgegen dem Töchterlein ist unser Zweitgeborener total stolz, wenn er eine Haarspange tragen darf. Nur zu gerne fährt er die Puppe im Wagen aus und kocht an der Kochecke leckere Eierkuchen für die ganze Familie.





Wenn bei uns im Haus gebaut wird, sind alle mit dabei, nicht nur die Tochter, sondern auch Charlie unsere Katze. Jedenfalls durfte, als Entschädigung zur Aussage der Geschlechter dann der Papa den Mädchennamen festlegen und ich, in der zweiten Schwangerschaft den Jungsnamen, nachdem wir hier schon sehr zeitig, nämlich in der 12. Schwangerschaftswoche, wussten, dass eben gewisse 15 g mehr am Fötus sind. Schnell stellte ich fest, dass die Namensfindung gar nicht so einfach ist und dass ich Schatzi damals ganz schön viel Arbeit auferlegt habe. So gibt es doch vieles bei der Namensfindung zu beachten wie, wird er wohl ein ganzes Leben lang passen, auch zu den unmöglichsten Nachnamen? Wird der Name verniedlicht oder versteckt sich schon alleine hinter dem Namen eine gewisse Ableitung in Sachen ungezogener Kinder? Ein Name sollte es sein, den es im Ort und der Umgebung noch nicht gab, damit keine gewissen Vergleiche gezogen werden können, die Namensfrage war wirklich nicht einfach. Während ich Namensbücher wälzte, lass Schatzi Filmabspänne und schaute sich diverse TV-Formate an, in denen Talente gesucht wurden, um an ausgefallene und exotische Ideen zu gelangen. Und so wurden, aus unseren Babys, Coralie und Jamie John und daran bereuen wir rein gar nichts! 

Es war auch für uns nicht schlimm, Dritten das sich entwickelnde Geschlecht preis zu geben. Lediglich die Namen, die behielten wir bis zur Geburt für uns. Der Wunsch nach einem Mädchen bestand bei mir schon seit der Kindheit. War ich doch umzingelt von einer Großfamilie in der nur Jungen existierten. Ich habe insgesamt 4 Tanten und 6 Onkel und immer wieder hieß es nur: Hurra, es ist ein Junge. Erst nach langen 16 Jahren sollte dann mal ein weiteres Mädchen die Familie verstärken. Selbst in der 2. Schwangerschaft hoffte ich -auch aus gesundheitlichen Gründen- auf ein Mädchen. Doch selbst die Kenntnis auf eine mögliche Erkrankung ließ und keine Minute daran zweifeln ein zweites Baby zu zeugen, als der Wunsch danach aufkam. Hofften wir doch -im Fall der Fälle- auf die besseren Prozente.
Die zweite Schwangerschaft war irgendwie etwas ganz was anderes und schon im ersten Moment, als der Kleine auf meinem Bauch lag, spürte ich, er ist etwas ganz besonderes und charakteristisch ganz anders als meine Tochter. Während sie mit allem hemmungslos vorprescht, ist er der schüchterne, der langsamere, der überlegtere.

Während sie mit 2 Jahren plapperte wie ein Wasserfall, gab er sein Wissen nur preis, wenn er es wollte. In dem Alter, als sie schon trocken war -tags wie nachts-, dachte er noch nicht einmal dran überhaupt aufs Töpfchen gehen zu wollen und doch hat er in ihr den perfekten Lehrmeister gefunden und ahmt ihr ständig nach. Es ist so schön, die beiden Lachen und auch Streiten zu sehen und bin, entgegen einer lang herrschenden Einzelkind-Theorie meines Partners, sehr froh darüber, diese Entscheidung getroffen zu haben, daran kann auch die genetisch bedingte Blutgerinnungsstörung unseres Sohnes nichts ändern und die macht ihn schließlich auch zu etwas ganz besonderem.



Etwas ganz besonders in dieser Runde ist auch die Idee, dass der Sponsor "Sparlingo" für jeden Teilnehmer der Monatsaufgabe einen Betrag in Höhe von je 2 € für ein Kinderhospiz spendet. Ich bin mir der Wichtigkeit solcher Einrichtungen für Betroffene vollends bewusst und rufe deshalb alle auf, an dieser Monatsparade teilzunehmen. Und wenn der Betrag zu 100 % dort ankommt, wofür er gedacht ist, dann ist es eine ganz ganz große Idee und ich unterstütze sie gerne!


Kommentare:

  1. Die Regelung mit den Namen hatten wir auch,der erste kam von Papa und der zweite von mir ;-)

    LG und schönes Wochenende Trixi

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  2. Ein wirklich schöner Artikel zur Parade! Das Bild eurer Feuerwehrfrau ist ganz besonders süß!

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  3. Eine Feuerwehrfrau als große Schwester zu haben, das ist doch für einen kleinen ruhigen Bruder etwas ganz Besonderes. Sehr schöner Bericht. Liebe Grüße. Sina

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  4. Wir haben auch niemandem den Namen verraten, ist auch eine gute Entscheidung gewesen :-)
    LG Anni

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  5. Das untere BIld ist einfach niedlich!! Es ist doch schön, Geschwister so zusammen zu sehen. LG

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    1. Danke. Auch wenn es ab und an mal Streit gibt, solche Momente überwiegen doch und machen einen Glücklich. LG Romy

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  6. Toll geschrieben und wenn ich mir das untere Bild ansehe freue ich mich auf mein Enkelkind Nr. 2 - dann werden die beiden auch bald so wie Deine zusammen herumtollen.
    LG ChrisTa

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    1. Dankeschön! Ich drück die Daumen. LG Romy

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  7. Süß deine kleine Rasselbande :-) Und eine tolle Feuerwehrfrau. Meine Tochter ist auch ein Papakind *g* Zum Glück haben wir einen Sohn, der auch mal zu Mama kuscheln kommt :p LG Silly

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  8. Hihi, ich musste gerade über das Bild mit dem Giraffen T-Shirt und der 2 drauf lächeln - wer hat das nicht? Nur dass es meiner Tochter jetzt noch nicht mal passt, und sie ist schon 3.

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