Freitag, 30. November 2012

Spielen mit iTakes - das iTakes Keyboard


Nachdem wir nun die ersten Wochen mit iTikes von Zapf Creation und damit dem Doodler, der Map und dem Keyboard durchleben konnten (ich hatte ja hier schon einmal berichet) möchte ich euch nun meine Eindrücke mitteilen.


Verpackung: 
Die Produkte kamen hier sehr gut verpackt an. Ich war ja froh, dass sie mittels Kabelbinder in der Umverpackung gesichert waren, denn schon oft habe ich erlebt, dass das Spielzeug mittels Schrauben gesichert wird und dann muss ich immer erst einen passenden Schraubenzieher suchen. Die Kabelbinder habe ich aber einfach mit einem scharfen Messer durchtrennen können.



Inbetriebnahme: 
Die Inbetriebnahme hat super geklappt. Nur sollte man Batterien im Hause haben, wenn man sich entsprechendes zulegen möchte, denn diese gehören, ebenso wie das iPhone, iPad oder iPod touch nicht zum Lieferumfang.


Während ich die Projektunterlagen und Bedienungsanleitung checkte, spielten meine Kinder schon mal munter darauf los.

Schließlich kann man jedes der 3 Geräte in seiner Grundversion auch ohne technisches Zubehör nutzen.

Die Bedienungsanleitung ist übersichtlich und nachvollziehbar gestaltet.


Installation der App:Die Apps haben sich problemlos aufspielen lassen. Die Nutzung der App ist kostenfrei. Man findet sie im App-Store. Zum Installieren einfach den üblichen Anweisungen folgen, sprich Feld "installieren" drücken, auf Aufforderung das Kennwort eingeben, warten bis der Download abgeschlossen ist, fertig.

Optik und Sicherheit:Die Optik des Keyboards, der Map und des Doodlers finde ich in den Farben weiß/grün/silber sehr kindgerecht und geschlechtsneutral. Die Farben sprechen Kinder an. Was mir sehr gut gefällt, ist, dass die Tragegriffe von der Map und dem Doodler genoppt gestaltet sind. Dadurch hat man die Sachen wirklich gut im Griff.



***Das iTikes Keyboard:***


Das iTikes Keyboard ist kompatibel mit dem iPhone, dem iPad und dem iPod toch. Deshalb gehört zum Lieferumfang nicht nur das Keyboard sondern auch 2 iPad-Halterungen, 2 iPhone-Halterungen und 1 iPod touch-Halterung.
Im Lieferumfang nicht enthalten sind natürlich die i-Geräte sowie Batterien. Für das Gerät werden 3 R6 1,5V-Batterien benötigt und spätestens hier zum Öffnen das Batteriefaches ein Kreuzschlitzschraubendreher, was ich sehr unpraktisch finde, aber da die Sicherheit des Kindes vor geht, natürlich richtig. Sobald die Batterien schwächer werden beginnt ein grünes LED-Licht integriert am Ein- und Ausschaltknopf am Keyboard zu blinken, als Zeichen, dass man neue Batterien einlegen muss, eine sehr praktische Funktion. Um die Batterien nicht unnötig zu entleeren schaltet sich das Gerät bei Nichtnutzung schon nach kurzer Zeit selbstständig wieder ab.

Das Keyboard verfügt über 2 Oktaven. Die Tasten des Keyboards leuchten je nach gewählten Spielmodus auf.
Das Keyboard verfügt über eine Aufnahme, Record und Wiedergabefunktion. Eine Sprachaufnahme ist leider nicht möglich. Unseres Erachtens sind die Funktionen auch nicht ausgereift. Es spielt teilweise zwei Schritte vorher aufgenommene Lieder ab, setzt irgendwo ein und hört irgendwo wieder auf. Ich habe auch mal versucht die Dauer der Aufnahme heraus zubekommen, was aber differierte. Ich schätze sie liegt bei ca. 10 Sekunden.
Bei dem Keyboard kann man die Tonhöhen und das Tempo individuell regeln, ebenso wie die Lautstärke, eine sehr positive Erfindung, zumindest für die Ohren Erwachsener.
Ohne Erweiterung durch die App kann man damit:

  1. frei Spielen (eigene Musik durch Tastendruck), 
  2. Solo spielen (die Tasten werden gedrückt und die Melodie automatisch hinzugefügt), 
  3. den Schritt-Modus nutzen (Melodie und Begleitung spielt gleichzeitig. Hört man auf, die Tasten zu drücken, wird das Lied unterbrochen bis wieder ein Tastendruck erfolgt) oder 
  4. Nachspielen (hier werden die Tasten gedrückt, die selbstständig aufleuchten). 
Ich kann immer nicht so richtig unterscheiden, in welcher Funktion ich gerade bin, natürlich weiß ich es durch das drücken der Funktions-Tasten, aber da das Keyboard teilweise nachspielt ist es doch eher verwirrend. Meines Erachtens nach, sind diese Funktionen verbesserungswürdig. 

Im Keyboard sind 4 Lieder eingespeichert. Es handelt sich dabei um:
  • Hab ne Tante aus Marokko
  • Sechs kleine Entchen
  • Yankee Doodle
  • Polly Wolly Doodle
Durch einfachen Tastendruck (grüne runde Taste mit Note aufgedruckt) kann man sich durch die verschiedenen Lieder wählen, das funktioniert gut und die Lieder haben Wiedererkennungswert.

Kommen wir zu Nutzung mit einem i-Gerät, welches man mittels der beigefügten Halterung mit dem Keyboard kombinieren kann. 

Dazu einfach die Richtige Halterung auswählen, i-Gerät einrasten lassen, aufstecken, fertig. Diese Schritte sollte jedoch ein Erwachsener übernehmen, genauso wie natürlich das installieren der Free-App. Diese findest du im App-Store. Zum Installieren einfach den üblichen Anweisungen folgen, sprich Feld Installieren drücken, auf Aufforderung Kennwort eingeben, warten bis der Download abgeschlossen ist. Installiertes App-Symbol auf dem i-Gerät klicken sowie die Com-Air-Taste des Keyboards und los geht es mit der interaktiven Erweiterung. Nun erscheinen alle Informationen auf dem Bildschirm des i-Gerätes. 


Man kann nun zu den Grundfunktionen weitere 10 Optionen in verschiedenen Schwierigkeitsstufen nutzen, insbesondere:

  • Spiele spielen (malen) 
  • Musik machen (nachspielen von 8 verschiedenen Liedern) oder 
  • Animation anschauen (Noten lernen).

Eine Kinderstimme animiert zum Mitmachen und ausprobieren und weist die Kinder an, in dem sie beispielsweise auffordert: "Berühre das Spiel, dass du gerne spielen möchtest" oder "Helfe in dem du Noten auf dem Keyboard spielst". Diese Aufforderungen sind einfach und verständlich für jedes Kind. Aber es gibt auch Aussagen, wie beispielsweise in der Malfunktion: "Du bist ein richtiger Picasso" oder "tolle abstrakte Kunst", was meines Erachtens nach schwer verständlich für Kinder ist. Bei den Belobigungen werden teilweise Slogans gebraucht wie "Cool, Irre"... Ich finde, dass Kinder umgangssprachliche Ausdrücke noch früh genug lernen und diese Slogans hier fehl am Platz sind. Eine sprachliche Förderung erfolgt ja bekanntlich auch durch hören und so fände ich es einfach besser, wenn Mehrwortsätze ertönen würden oder einfache Belobigungen ohne den Gebrauch diverser Slogans. Auch gibt es im Spielmodus "Malen" kein Ende, immer wieder werden Farbkleckse durch drücken der Tasten gespritzt und , übereinander gelagert, aber am Ende entsteht kein erkennbares Bild, weshalb dieser Spielmodus eher schnell langweilt.

Im Spielmodus "Nachspielen" wird es dann richtig schlimm für die Ohren. Da ständig irgendwelche langen Ansagen erfolgen. Ich gebe zu, ich habe mir zwar Mehrwortsätze gewünscht, aber zuviel davon ist irgendwie auch nicht gut. Das "Spielen" wird ständig durch Ansagen unterbrochen wie: "...ich spiele einige Noten vor und du spielst sie nach... Höre zu wie ich das Lied spiele... jetzt bist du an der Reihe..., probiere es noch einmal... du kannst da weiter machen, wo du aufgehört hast..." Zwischendurch noch ein Tröten, wenn man falsch lag, dann wieder Ansagen... Spielt man richtig oder gut mit, ertönt ein klatschen oder jubeln. Sobald aber nicht mehr mitgespielt wird, ertönt eine zeitlich rhythmische Aufforderung weiterzuspielen wie beispielsweise durch die Ansage: "Mache weiter Musik".... Das geht auf die Ohren und Spielspaß geht verloren.

Zwar findet das Keyboard bei Kindern schon Zustimmung, erst recht, wenn wir es mit dem iPhone kombiniert, dennoch finde ich das Gerät in seinen Funktionen nicht ausgereift genug.
Der Kleine (2,5 Jahre) klimpert einfach so darauf herum und beschäftigt sich am liebsten mit der Tonregelung, mehr muss ja auch gar nicht sein, dafür ist er noch zu jung und es ist ja eh erst ab 3. Die Große (5,5 Jahre) hingegen nutzt sehr gerne die Möglichkeiten der Spielerweiterungen mittels dazugehöriger Technik. Für ohne, ist es ihr zu langweilig, da nimmt sie lieber ihr Keyboard mit Mikrofon und spielt Sängerin.

Verbesserungswürdig ist die Tonqualität, denn ich höre ständig einen Pfeifton, der sich zu sehr in meinen Kopf drängt. Die Kinder scheint es nicht zu stören, allerdings mag ich keinen Tinitus bei ihnen riskieren, weshalb ich die Spielzeit mit dem Keyboard einfach begrenzen muss. Ich habe es versucht, einmal mittels Video einzufangen, doch auch die Kamera reagiert darauf empfindlich und nimmt immer, wenn ich den Pfeifton höre, einen Rausch auf, lauscht einmal selbst: 

Im Grunde wird das Pfeifen bei jedem Tastendruck ausgelöst, egal ob beim Anschalten oder einer sonstigen Taste. Das darf meines Erachtens nach nicht sein.
Den Grundgedanken vom iTakes Keyboard finde ich gut, aber es ist doch ausbaufähig in seinen Funktionen. Die UVP liegt bei 64,99 € was ich für das verbesserungswürdige Gerät nicht bezahlen würde.
Wir haben uns so auf das Keybaord gefreut, aber unsere Erwartungen wurden leider nicht erfüllt. Man darf gespannt sein, auf die Einschätzung vom Doodler und der Map, die ich in einem extra-Beitrag vornehmen werde, da es sonst einfach zu viel wird.


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