Dienstag, 6. August 2013

"Kinder kriegen ist nicht schwer, Eltern sein...

... hingegen sehr!"

Gerade haben wir den 3. Geburtstag von Lord Keks hinter uns gebracht, da wartet auch schon die nächste Feierlichkeit auf uns, denn bald feiert die Dame Krümeline ihren 6. Geburtstag. Anlass für mich, ein wenig Sentimental zu werden.

Sollte es wirklich schon wieder so lange her sein, dass wir die Beiden zum allerersten Male hören, sehen, halten und riechen konnten? Dass wir die Hand nehmen und das Köpfchen streicheln konnten?

Ab und an erwische ich mich dabei, wie ich meine Hand auf meinen Bauch lege, so als ob da noch ein Babybauch vorhanden wäre, den man streicheln möchte. 

Kann denn nicht mal einer die Uhr zurück drehen oder wenigstens die Zeit für uns anhalten?

Dass Gefühl nach der Geburt, das Glück so perfekt sein kann und nun, nun plant man eine Schuleinführungsfeier. Man überlegt sich, was man in die Zuckertüte füllen kann, welchen Schulranzen das Kind zukünftig auf dem Rücken tragen sollte und wann die beste Ferienzeit für einen Familienurlaub ist. Ganz ehrlich, mir ist zum heulen zu Mute!

Dabei kann ich mich noch genau erinnern, an das Gefühl, sie die erste Nacht neben mir liegen zu haben, sie vom Geburtshaus nach Hause zu bringen, ins Haus zu tragen, der Familie, Freunden, Nachbarn und Bekannten zu zeigen. Man meint, man könnte das ganze Universum beherrschen. Doch plötzlich gesellen sich zu diesem umwerfenden Gefühl Ängste. Man steht vor der Frage, ob man das kann, ob man dem Kind gerecht wird, ob man alles richtig macht, ob man das Baby richtig füttert, ob man den Unterschied zwischen Hunger oder Bauchschmerzen erkennt oder ob das Baby einfach nur weint, um sich bemerkbar zu machen. Babys erster Schnupfen, das erste Fieber und die Notwendigkeit Medizin aus der Apotheke zu verabreichen, es tut einem so Leid und man würde am liebsten tauschen wollen. Man macht sich Gedanken, über die richtige Pflege zarter Baby- und Kinderhaut, ob man das Kind beim Baden richtig hält und dann sind da noch die vielen gut gemeinten Tipps und Ratschläge von außen, in Bücher und Zeitschriften, bei denen man meint überall etwas anderes zu lesen. In einem Moment ist man ganz weit draußen und im nächsten fühlt man sich klein und hilflos. Dann gipfelt man, man schafft es und meistert die Situation. Man erlebt ein innerliches auf und ab, ein Chaos an Gefühlen, aber genau das ist es, was es so schön macht, das Erlebnis Eltern zu sein und eine kleine eigene Familie zu haben. 



Eigentlich wollte ich in diesem Artikel darüber schreiben, wie ich die Kinder zum ersten Mal gebadet habe. Wie ich sie zum ersten Mal in ein Handtuch hüllte, die Haut trocken föhnte und sanft mit einer Creme einmassierte. Wie ich den ersten selbst gekauften Strampler und die ersten selbst gehäkelten Socken anzog, doch heraus kam eine Liebeserklärung, die mich gerade total überwältigt! So schön, dass ich gar nicht anderes kann, als es stehen zu lassen und Danke zu sagen, denn ich empfinde es als großes Glück eine Mama zu sein und wünsche jedem, der dieses Glück auch spüren möchte, dass ihm die Gelegenheit dazu geboten wird.

Ein paar Ratschläge zur Pflege habe ich dennoch. Ich möchte sie einmal kurz zusammenfassen.

  • Längst ist es nicht mehr unüblich, Babys 2x die Woche im ca. 37 °C warmen Wasser für in etwa 5 Minuten zu baden, das entspannt sie und macht sie schön müde. 
  • Dem Badewasser kann nach Belieben auch ein milder, für Babys geeigneter Badezusatz beigefügt werden.  
  • Babys mögen es warm und mollig. Es ist deshalb empfehlenswert einen Heizstrahler über dem Wickelplatz anzubringen.  
  • Nach dem Baden hüllt man das Baby in ein (Kapuzen)-Handtuch ein. 
  • Um wunde Hautstellen zu vermeiden, sollte man die Hautfalten des Babys, auch die hintere Ohrmuschel extra nachtrocknen. Mein Tipp: Mit einem Wattestäbchen geht das besonders gut! 
  • Ist es schön warm im Raum und möchte das Baby nicht schlafen, kann man die Haut noch ein wenig Luft trocknen lassen oder mit warmer Luft vom Haarföhn verwöhnen. 

Aber Achtung! Das Baby sollte niemals ohne Aufsicht auf dem Wickelplatz liegen. 
Am Besten man legt vorher schon Handtuch, frische Kleidung, Windeln & Co. bereit. 

  • Die Nägel des Babys müssten in den ersten Wochen nicht geschnitten werden. Sollte es aber dennoch notwendig werden, sollten spezielle Babynagelscheren verwendet werden. Mein Tipp: Nach dem Baden oder währenddessen das Baby schläft, aber mit ausreichend Licht für Sie, funktioniert das Schneiden wunderbar. Dabei werden die Nägel der Finger entlang der natürlichen Biegung, die Nägel der Füße hingegen gerade abgeschnitten.


Das erinnert mich an einen Abzählreim den ich immer dazu aufgesagt habe. 
Man beginnt beim großen Zeh oder beim Daumen und wechselt dann der Reihe nach bis zum kleinsten Glied hin und spricht ihn wie folgt: 


"Dieser sagt, er sei ein Wüstenscheich,
dieser sagt, er sei berühmt und reich,
der Nächste sagt, er sei ein Erfinder,
der Nächste sagt, er hat 100 Kinder
und der Kleine sagt ihr spinnt!
Ihr wisst doch, dass wir Finger/Fußzehen sind."


Überhaupt ist es ratsam, mit dem Baby immer zu sprechen, ihm zu erklären, was man vorhat und was man tun möchte, auch wenn solch ein "Gespräch" ziemlich einseitig erscheint.

Sicher freut sich das Baby auch, wenn ihm etwas vorgesungen wird.  

Kommentare:

  1. :) wow was für ein schöner Bericht meine Liebe Romy.
    Da ertappe ich mich doch glatt dabei das ich in die Vergangenheit schweife..........
    Liebe Grüße

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  2. Also sollte ich irgendwann mal schwanger werden weiß ich schon heute, an wen ich mich wende wenn mal etwas sein sollte und ich einen Rat brauche (deine Nummer habe ich ja *smile*).
    Ein wundervoller Bericht!!!

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  3. Was sollte ich denn sagen? Meine Söhne sind beide mittlerweile erwachsen. Sie wohnen aber noch Zu Hause.
    Gestern hab ich mit Tränen in den Augen wieder alte Videos anschaut und ich habe mich wie so häufig gewundert, wie schnell doch die Zeit vergeht. Wo sind die ganzen Jahre hin? Man soll wirklich jede Minute genießen so lange die Kindere klein sind.
    lg Gabi ;)

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    1. Gabi fühl dich gedrückt und lass dir die Tränen trocknen. Ich fürchte, wir müssen da durch.

      Wir nehmen auch ganz viel auf Video auf, damit man es später wenigstens nochmals ansehen kann.

      LG Romy

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  4. Wir waren gestern essen und da war ein junges Paar mit Baby, da hab ich auch immer hingeschaut und gedacht, wie schön es doch war. Aber als die zwei abwechselnd gegessen haben, während der andere mit Baby herumgelaufen ist, dachte ich dann auch, wie schön es doch ist, wenn die Kinder grösser sind und man einfach auch mal sitzen bleiben kann ;)

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  5. Süßes Babyfoto und tolle Tipps ;-) Ich habe noch keine Kinder, kann mir das momentan auch noch nicht vorstellen. LG

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  6. Süße Babyfoto Meine Tochter ist gross und sich am abnabeln ...Hoffe die liest das hier nicht hi Lg Margit

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  7. Och, das ist ein wunderschöner Artikel geworden, ich bin ganz verliebt! <3 Manchmal kommt es einfach überraschend und am Schluss hat man etwas ganz anderes geschrieben, als man eigentlich wollte! Und deine Liebeserklärung ist total wunderschön geworden! <3

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  8. Ja du hast vollkommen recht, ist schon Wahnsinn wie schnell die Zeit verfliegt. Meine Engel kommen dieses Jahr in die Schule und ich ertappe mich dabei, wie ich Fotoalben durchblättere, wo sie noch Babys waren. LG Romy

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  9. Das hast du so schön geschrieben *schnief*. Meine Maus wird nächsten Monat schon 3 und dabei war sie gestern noch ein Baby und bald steht bestimmt schon die erste eigene Wohnung an :(

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  10. Schön geschrieben. Ich kann das ja als nicht mama leider nicht, kann mir aber denken, wie schnell die Zeit vergeht. Bin immer wieder erstaunt wie schnell die kleinen meiner Freunde groß sind.

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  11. Vielen Dank für diesen tollen Bericht!!!

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