Montag, 9. Juni 2014

Großstadtfeeling in Hamburg beim yourfone Songcontest...

... - oder ein Landei in der Großstadt


Ihr Lieben, ich habe meinen Pfingstausflug hinter mich gebracht und bin wohlbehalten, gesund und munter wieder in meinem kleinen thüringer Dörfchen nahe der sächsischen Landesgrenze angekommen.

Warum damit nicht unbedingt gerechnet werden konnte liegt ganz einfach darin begründet, dass ich als Landei, mich ganz alleine zu einem vielversprechenden Mädelsabend nach Hamburg und damit zu einem völligen Kontrast von dem was ich hier habe, aufmachte.

Allem Voraus ging eine Einladung, die mir ins Haus flatterte, nämlich zum großen Livefinale vom Yourfone Songcontest. Ich brauchte nicht lang überlegen, dank Heike und Manu war der perfekte Hühnerausflug von der Anfahrt bis hin zur Übernachtung durchgeplant und konnte so am Freitagmorgen, pünktlich um 8 Uhr beginnen, zumindest für mich, denn es lagen einige Stunden Autofahrt vor mir. Sicher, ich hätte die Bahn wählen können, entschloss mich aber, dem Navigationssystem mehr Vertrauen zu schenken, als den Bahnverbindungen. Ein Dorfmensch auf dem Weg in die Großstadt, das ist schon eine Herausforderung und für mich wieder einmal eine ganz persönliche Hürde. Wie gut, dass die Vorfreude einen Adrenalinschub in mir auslöste, der mich alle Berge hätte erklimmen lassen. Ich vergaß meine Angst vor weiten Fahrtstrecken und Horrorszenarien auf deutschen Autobahnen und begab mich Meter um Meter näher an mein Ziel, dass ich dann am frühen Nachmittag erreichte. Endlich konnte ich Heike und nach einem gemeinsamen Kaffee mit ihr auch Manu in die Arme schließen.

In unserem schmucken Hotel


ach nee, unseres war Gott sei Dank hinter diesem Bau gelegen -kurzzeitig begab uns dieser Anblick aber in einen schockähnlichen Zustand- brezelten wir uns für den bevorstehenden Abend im Grünspan, einer bekannten Discothek im Hamburger Kiez und das Nachtleben in Hamburg auf. 


Wir entschieden uns für eine günstige Übernachtungsmöglichkeit, die uns für eine Nacht alles bot, was wir brauchten, nämlich ein sauberes Bett unter einem Dach, eine Toilette und eine Dusche. Und das bekamen wir auch, für günstige 31,- €, da kann man echt nicht meckern. WLAN und Parkplatz waren auch vorhanden, so dass auch keine Folgekosten aufkamen. Da kann man echt nicht meckern. Zimmer 311, wir fanden es geräumig und gemütlich. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Manu, die die Übernachtungsmöglichkeit organisierte. 

Und dann ging es auch schon los, per Pedes natürlich, damit auch einem gepflegten Gläschen Prosecco nichts im Wege stehen konnte. Den Grünspan erreichten wir locker. Er lag nur ca. 300 m von unserer Übernachtungsmöglichkeit entfernt. Dort angekommen konnten wir gleich mal dem Marketingteam von yourfone die Hand schütteln. Jetzt hat man immer ein Bild vor Augen, wenn man in gemeinsamen Kontakt steht. Und dann ging es auch schon los und der Contest wurde eröffnet.
Wir erlebten 4 tolle Acts, die allesamt den Sieg verdient hätten, aber es ist wie in jedem Wettbewerb. Es kann nur einen siegen.



Wie gut das yourfone während der Veranstaltung nicht nur kühle Getränke bereit hielt, sondern auch ganz viel Eis, denn im Grünspan war es unerträglich heiß, fast zu heiß für jegliche Bewegungen, wir brauchten dringend frische Luft und landeten zunächst fast inmitten einer Demonstration. 


Parolen ausrufende vermummte Gesichter zogen am Grünspan vorbei. Hauswände wurden mit Spraydosen vollgeschmiert, Müllkübel angezündet - Kopfkino für mich Landei. Am Ende löschte nicht die Feuerwehr, sondern ein Glas Bier. Von Polizei oder sonstigen Organisationen war zu dem Zeitpunkt noch nichts zu sehen, aber das sollte sich schnell ändern, denn im Anschluss an den Contest wollten wir noch ein wenig Hamburger Nachtluft schnuppern. 


Quer über die Straße erreichten wir die Große Freiheit, eine Seitenstraße zur Reeperbahn. Hier tummelte sich Multi-Kulti, Sehen, Hören und auch Riechen, die Eindrücke die auf mich einströmten waren interessant, beängstigend und manchmal auch ziemlich ekelhaft zu gleich.

Wenigstens ein bekanntes Gesicht wollten wir treffen.  


Unsere Suche wurde mit Lilo Wanders, die mit ganz viel Charme von sich und ihrem Kiez berichtete, belohnt. Als sich Hundertschaften von Polizisten, die bis dahin an der Davidwache "nur" Spalier standen, in Bewegung setzten, Wasserwerfer und SixPacks ihre Fahrt aufnahmen und wir ganz in der Nähe wieder das Gegröle der Demonstranten hörten, wurde es uns doch zu unsicher. Nicht weit lag der Hafen und den wollten wir sehen.   


Unsere netten Gespräche setzten wir noch lange im Hotel fort. Erst am frühen Morgen erloschen die Lichter im Zimmer 311. 


Nach einer Dusche, einem großen Pot Kaffee und etwas "fast" vernünftigem im Magen, machten sich die Hühner dann auf, die schöne Hafenstadt schon wieder zu verlassen.


Die Fahrt Richtung Heimat wurde angetreten, was für mich einen ganzen Tag im Auto bei prallem Sonnenschein bedeutete. Wie eine Kartoffel im Bratenschlauch so würde ich mich fühlen, wenn ich nicht den Luxus einer Klimaanlage besitzen würde! Spätestens als wir den Elbtunnel passierten war klar, dass es Zeit war Tschüss zu sagen. Aber das Erlebte war es absolut Wert. So ein Tag muss unbedingt Wiederholung finden! Er war etwas ganz besonderes, ich werde ihn nie vergessen.Vielen Dank an yourfone, Heike und Manuela!


Punkt 18 Uhr war ich dann wohlbehalten zu Hause bei meinen Lieben eingetroffen, die erst einmal ordentlich geknuddelt wurden. Ich schloss die Augen und sperrte die Ohren auf. Ich roch die Familie, frisch gemähtes Gras, hörte Vögel und die Frösche am nahe liegenden Teich, die sich auf ihren Nachtgesang einstimmten - zu Hause zu sein, auch ein schönes Gefühl.

Kommentare:

  1. Hallo Romy,

    da hattet ihr ja auch schöne Erlebnisse. Reeperbahn haben wir dieses Mal ausgelassen, da waren wir schon so oft.Das Bratschlauchgefühl haben wir übrigens geteilt, denn in unserem Zug war fast die ganze Strecke die Klimaanlage ausgefallen. Ich bin fast geschmolzen. Und die S-Bahn nachhause war megavoll, weil Justin Timberlake ein Konzert im Stadion Frankfurt hatte ;-).

    Liebe Grüße
    Sandra

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. oje, ich hätte nicht tauschen wollen. Die Reeperbahn war ein Erlebnis, was ich so schnell nicht wieder bekomme.

      LG Romy

      Löschen
  2. Die halbe Bloggerszene scheint an diesem Wochenende in Hamburg gewesen zu sein. Und ich leide und bin neidisch, weil ihr so eine tolle Zeit in meiner Lieblingsstadt und Ex-Heimatstadt gehabt habt! *heul*
    Nein, ich bin nicht neidisch, ich gönne es euch.
    Aber trotzdem ;-)
    LG
    Sabienes

    AntwortenLöschen
  3. Wunderschön und die Erinnerungen bleiben für immer in meinem Herzen obwohl Fahrstühle in einem Hotel jetzt einen besonderen Wert haben ;).
    Danke das ich dabeis ein durfte!!!
    Liebe Grüße Heike

    AntwortenLöschen
  4. Freut mich zu lesen, dass es soooo toll in Hamburg gewesen ist!!! Wäre gerne dabei gewesen aber wie Du weißt, hätte ich es von der Zeit her leider nicht geschafft!!! Bestimmt wird es irgendwann wieder ein Event geben :o) Sowas tolles bleibt für immer in Erinnerung :o)

    AntwortenLöschen
  5. Toll geschrieben!
    Schön, dass Ihr so viel Spaß hattet!! :-)

    AntwortenLöschen